Blickwechsel: Drei Fragen an Isabelle Lehn aus Brünn

Isabell Lehn im Gespräch mit Tomáš Kubíček, Projektleiter, Gastland Tschechien auf der Leipziger Buchmesse 2019, Direktor, Mährische Landesbibliothek, Fotograf: Pavel Němec

Der "Blickwechsel" zwischen Leipzig und Brünn steht im Mittelpunkt des Residenzautorenaustauschs. Daher erzählt in unserer gleichnamigen Reihe jeden Monat eine andere Autorin / ein anderer Autor, wie sie / er die jeweilige Stadt und ihre Menschen erlebt und welche Inspiration dies für die eigene Arbeit bedeuten kann.

Im Dezember haben wir Isabelle Lehn zu einem Blickwechsel aus Brünn eingeladen und sie gebeten, uns zu erzählen:

Wenn ich durch Brünn gehe, dann sehe ich …

… den weiß aufsteigenden Rauch aus den Schornsteinen, die Lichter des Weihnachtsmarkts und ein Stück meiner Kindheit, als die tschechischen Märchenfilme auch im westdeutschen Fernsehen liefen.

Wenn ich die Menschen der Stadt beobachte, wüsste ich von ihnen gern …

… worüber sie sprechen. Ich stehe auf dem Markt, trinke einen Glühwein und höre ihnen zu, ob sie sich freuen, ärgern oder wundern. Mehr erkenne ich nicht. Es klingt wie Musik, eine Sprache der Stimmungen, die ihre Gründe vor mir verbirgt und voller Geheimnisse ist.

Für meine eigene Arbeit beflügelt mich ...

… der umfangreiche Bestand der Mährischen Landesbibliothek, aber auch die ungestörte Ruhe und das Zurückgeworfen sein auf mich selbst, während ich durch die malerischen Gassen schlendere oder am Schreibtisch sitze und immer wieder auf die Festung Spielberg blicke.

Foto: Isabelle Lehn im Gespräch mit Tomáš Kubíček, Projektleiter, Gastland Tschechien auf der Leipziger Buchmesse 2019, Direktor, Mährische Landesbibliothek, Fotograf: Pavel Němec

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