Zu Gast bei der Leipziger Buchmesse:

Jiří Hájíček, 1967 in Budweis, Südböhmen, geboren, gehört zu den herausragenden tschechischen Autoren unserer Zeit. Mit seinen Romanen, die alle in der südböhmischen Landschaft angesiedelt sind, hat er bereits zweimal den Magnesia Litera erhalten, Tschechiens höchsten Literaturpreis: für seinen Roman "Bäuerisches Barock" (Selské baroko) ebenso wie für seinen Roman "Das Fischblut" (Rybí krev). Die Leser der Tageszeitung Lidove noviny wählten den Roman "Der Regenstab" zum Buch des Jahres 2016.

Neuerscheinungen:

  • "Der Regenstab", übers. v. Kristina Kallert, Karl Rauch Verlag, Februar 2019, gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds 

Wie trügerisch die Landlust sein kann, zeigt sich in Jiří Hájíčeks wunderbaremRoman. Ein Stadtbewohner im besten Mannesalter, von Schlaflosigkeitund Ehekrise geplagt, hofft in seinem Heimatdorf Ruhe und die Lösung seiner Probleme zu finden. Stattdessen erwarten ihn eine ehemalige Geliebte, die gern an längst Vergangenes anknüpfen würde, und Grundstücksschiebereien.

  • "Dann blühen die Gräser", übers. v. Julia Miesenböck, Wieser Verlag, 2019, gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds

Der hauptsächlich in realistischer Prosa schreibende Autor schöpft thematisch aus Erinnerungen an die südböhmischen Dörfer nach dem zweiten Weltkrieg. In einem Rahmen aus schöngeistiger Literatur übt er die Funktion eines Chronisten, Dokumentaristen, Historikers aus. Anhand der dramatischen Geschichten bestimmter Individuen zeigt er die brutalen Bewegungen und Spannungen der großen geschichtlichen Ereignisse auf. Freiheit wird bei ihm dem (vor allem kommunistischen) Totalitarismus gegenübergestellt. Dabei behandelt er die grundlegenden Kategorien der menschlichen Existenz: Schuld, Strafe und Vergebung.

Foto: CzechLit

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