Josef Váchal (1884-1969) war Graphiker, Maler, Schnitzer, Schriftsteller und Drucker, aber nicht nur. Sein Werk ist beinahe unüberschaubar vielfältig, ja unendlich. In Litomyšl ist ihm ein Museum gewidmet. Die meisten seiner Bücher druckte er in bibliophilen Niedrigstauflagen selbst. Dabei verband er stets Wort und Graphik, indem er eigene Lettern goss oder schnitzte. Als bildender Künstler widmete er sich nacheinander und gleichzeitig allen möglichen Richtungen vom Jugendstil über den Expressionismus, von surrealistisch anmutenden bis zu abstrakten Kompositionen. Im Jahr 1939 übersiedelte er aus Prag auf den Bauernhof seiner Geliebten, der Künstlerin Anna Macková. Dort blieb er mit ihr sein restliches Leben lang. Wenige Tage vor seinem Tod und wenige Monate, bevor die Zensur nach dem unterdrückten Prager Frühling in Fahrt kam, wurde er von der tschechoslowakischen Regierung für sein Lebenswerk geehrt.  

Josef Váchal: Büste in Prášily / Stubenbach. Foto: Fredy.00 (Ausschnitt)

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